Die gute alte ''Tellermine'' Märklin 7186 (R) ist extrem robust, laut im Antrieb - aber sehr sehr zuverlässig. Ein gravierender Nachteil ist aber der starre Aufbau der Gleisabgänge. Dies hat mich schon immer gestört. In folgendem Bildbericht wird der Umbau auf weitere 3 Abgänge beschrieben. Theoretisch sind noch weitere Abgänge machbar.

Der Umbau ist mal wieder sehr preiswert. So kann man einen Gleisabgang für wenige Cent realisieren.

Weiterführendes Thema zur Drehscheibe Märklin 7186 (R):

Drehscheibensteuerung mit Mircrocontroller und Software für Microcontroller

 

 

Aus einem Stückchen kupferbeschichteter Leiterplatte sowie einem Stück Messingschiene werden die Mittelleiter angefertigt. Für eine problemlose Schleiferführung werden die beiden Enden der Schiene mit einer Schlichtfeile angephast (hier noch nicht geschehen). 

Ebenso wird ein rotes Kabel an das Kupfer angelötet. Dieses Kabel wird dann mit nach dem Einbau an die Fahrspannung der Anlage angeschlossen (hier noch nicht geschehen). 

 

 

Aus einem Stück Gleis wird dann der Schotterkörper entfernt. Die Länge wird später an der Drehscheibe bei anliegender Drehbühne ermittelt.

 

 

Ebenso wurde mit einer Schlüsselfeile das Schloss für den Verriegelungsbolzen ausgefeilt. Dabei muss man die Lage der Drehbühne auf der gegenüberliegenden Seite ebenso betrachten. Mir ist beim ersten Gleisanschluss eine kleine Ungenauigkeit unterlaufen. Loks mit Vorlaufachse entgleisten, da die Schienen der Drehbühne nicht exakt zur festen Schiene standen. Oh Schreck lass nach.  Mit 2K- KFZ-  Spachtelmasse habe ich das Loch wieder verschlossen und eine unruhige Nacht gehabt. Am nächsten Tag klappte dann der Einbau, nachdem ich die Lage des Schlosses für den Verriegelungsbolzens neu gefeilt hatte. Die Reparaturstelle wird noch überlackiert.

 

 

Hier ist das Mittelleiterstück im Detail. Zuvor wurde ein Loch für das rote Kabel in den Drehscheibenkranz gebohrt. Bitte dieses Loch groß dimensionieren und gut entgraten, sonst droht Kurzschlussgefahr !

Fixiert wird das Teil mit doppelseitigen Klebeband oder 2K-Kleber. Zuvor bitte die Klebeflächen entfetten. 

Danach sollte man mit mehreren kritischen Lokomotiven den Übergang testen und befahren. Nach erfolgtem Probelauf werden die beiden Schienen mit 2K-Kleber fest verklebt.

 

 

Mit Echtholzfurnier wird der Blechkranz überklebt. Mit Holzleim werden kleine Furnierstreifen radial um die Scheibe angeordnet. Mit der Airbrushpistole werden dann die Furniere entsprechend gealtert. Ebenso werden die neu eingefügten Mittelleiterstücke mit diesen Furnierstreifen kaschiert.

 

 

Die fertig umrandete Drehscheibe

 

 

Die Szenerie von oben

 

 

Andere Perspektive

 
 

 

(R) Eingetragenes Warenzeichen der Firma Märklin, Göppingen

 

Fotos und Text: Jürgen Herberger